Wichtige Tipps für die Waldkindergarten-Ausrüstung

Das ideale Schuhwerk:

  • Wanderschuhe
    • sollten bis über die Knöchel geschlossen sein.
    • erlauben jedoch keine Überquerung oder kein Spiel in Gewässern.
  • Outdoorsandalen
    • mit Vorderkappe
    • mit Zugband für festen 
  • Winterstiefel
    • mit herausnehmbarem Futter, denn wird der Schuh innen nass kann es herausgenommen und schnell getrocknet werden.
    • wichtig ist, dass der gefütterte Schuh genügend Platz für die Füße hat.
    • Zusätzlich gefilzte Einlagen machen mollig warme Füße

Der ideale Rucksack…

  • kann vom Kind selbständig bedient werden
  • umfasst ein Volumen von 7 bis 15 Liter
  • hat einen Deckel mit Schnallenverschluss
  • besitzt einen Brustriemen mit Klickverschluss, der das Herunterrutschen der Schultergurte verhindert

 

Die ideale Outdoorhose…

  • ist atmungsaktiv, um Schwitzen zu vermeiden
  • besitzt keine Träger, was den „Toilettengang“ in der Natur vor allem bei kaltem und nassem Wetter euren Kindern enorm erleichtert
  • wird über den Schuhen getragen und besitzt Gummizüge (oder selbst angenähte Kordeln), die über die Schuhe gestülpt werden können 

Winterkleidung

Äußere Schicht:

  • bewegungsfreundliche Winterjacke
    • wasserdicht (10.000er Wassersäule) und atmungsaktiv
    • groß genug für 2-3 Unterschichten
  • Schneehose (kein Schneeanzug wegen dem Toilettengang)
  • Mütze/Schlupfmütze
  • Schal/Schlupftuch
  • Winterstiefel
  • Stulpen/Fäustlinge:
    • wasserdicht
    • mit Schneeschutz und
    • in knallige Farben (um sie im Laub ggf. wieder zu finden).
    • Fingerhandschuhe nur dann, wenn euer Kind diese selbstständig an- und ausziehen kann.

 

Zwischenschicht (1 bis 2 Lagen):

  • Fleecejacke, Weste
  • Wollpullover
  • Wollwalkhose/Jogginghose

 

Untere Schicht:

  • Funktionswäsche/Wollunterwäsche
  • Funktionswäsche/Wollunterwäsche

Sommerkleidung

  • T-shirt (lang/kurz)
  • Robuste Hose/Jeans, leichte Stoffhose
  • Fleecejacke für die Morgenstunden
  • Regenbekleidung (Matschhose, Regenjacke (10.000 Wassersäule), Regenhut, Gamaschen
  • geschlossene Schuhe mit Gore tex-Beschichtung, Outdoor-Sandalen oder Barfußschuhe
  • Sonnenhut: leicht mit Nackenschutz, muss gut sitzen!
  • Sonnencreme: Die Kinder müssen am Morgen zu Hause von euch Eltern eingecremt werden

Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen über unseren Waldkindergarten.
Worin unterscheidet sich ein Waldkindergarten überhaupt vom Hauskindergarten?

Die Waldkinder sind draußen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sie treffen sich zum Morgenkreis, singen zusammen, hören Geschichten, picknicken, spielen, schnitzen, bohren, sägen und feilen. Sie basteln/bauen mit Stöcken, Moos, verschiedenen Erden, Gräsern und Blumen, sie hören Vögel, Blätterrauschen oder Regengeprassel, suchen Tierspuren (Abdrücke im Matsch, Losungen (Kot), Federn, Schlafplätze, Gewölle…) Sie haben kaum Spielzeug, sie spielen mit Dingen, die die Natur hergibt. Sie balancieren, klettern, spielen im Sand, im Lager, an der Baustelle, den Schraubstöcken, Schaukeln, im Frühstücksnest, in der Kirschecke… Mit jedem Tag und jeder Jahreszeit verändern sich auch die Gegebenheiten und Elemente für ihr Spiel: Regen gibt Pfützen, Rinnsale und Matsch, Wind gibt „Fallgut“ aus den Baumkronen, Rauschen und spürbare Luft auf der Haut, Sonne wärmt oder brennt, bei Hagel, Schneeregen und Schnee fällt ganz neues Spielmaterial vom Himmel.

Eine wichtige Regel im Waldkindergarten lautet: Alle bleiben immer in Sichtweite. Wege und Spielorte im Wald lernen die Waldkinder nach und nach kennen und entwickeln schon nach kurzer Zeit einen erstaunlichen Orientierungssinn. Bei Ausflügen fragen wir die Kinder immer mal wieder: „Weißt du in welcher Richtung unser Bauwagen ist?“ Bisher ging niemand verloren. Und was das Herumtoben betrifft: Freiheit zum Laufen und Springen haben die Kinder tatsächlich, aber der viel größere Bewegungsraum – gegenüber der räumlichen Begrenztheit in Gruppenräumen von Regelkindergärten – führt zu einem deutlichen Abbau von Aggressionen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Kooperations- und Teamfähigkeit der Kinder aus: auch deshalb ist noch nie ein Waldkind verloren gegangen.

Während wir Erwachsenen bei aufkommendem Regen unter das nächste Dach springen, sind die Kinder schon dabei, Staudämme, kleine Flüsse oder Wildschweinsuhlen anzulegen. Eine große Pfütze bringt manchmal tatsächlich mehr Spaß, als purer Sonnenschein. Voraussetzung ist allerdings: Gute Outdoor-Kleidung!Der Morgenkreis findet bei jedem Wetter draußen statt, oft geschützt vom Blätterdach und wem es danach wirklich zu nass wird, der kann sich unter das Vordach vom Bauwagen zurückziehen und basteln, malen und spielen. Bei extremen Witterungen wie starkem Sturm oder schwerem Gewitter bleiben die Kinder natürlich drinnen bzw. wir verlassen das Waldgebiet sogar ganz, und gehen ins Mehrgenerationenhaus.

Wir üben mit den Kindern klare Sicherheitsregeln ein, um Gefahren vorzubeugen. Daneben stärken die Kinder durch ständige Bewegung ihre Kraft, Motorik und Ausdauer. Das könnte ein Grund dafür sein, dass die Unfallrate in Waldkindergärten tatsächlich niedriger ist als in Hauskindergärten!

Waldkinder können sich in den Bauwagen zurückziehen, den wir bei niedrigen Temperaturen immer mit dem Holzofen heizen. Mit dem „Zwiebellook“ aus mehreren Lagen Baumwolle und Wolle, sowie der oberen wasserdichten Lage können die Kinder auch bei Minusgraden draußen Spaß haben. Das A und O an kalten Tagen ist es, in Bewegung zu bleiben. Das merken die Kinder schnell und lernen so, wie sie die eigene Temperatur regulieren können. Für kalte Hände liegt ein warmes Kirschkernkissen bereit oder wir wärmen uns am Lagerfeuer.

Womit spielt mein Kind, wenn es hier keine Spielsachen gibt?

Das Spielzeug, auch das gehört zum Konzept, liefert die Natur. Schließlich gibt es hier immer und überall Neues zu entdecken. Allein die Jahreszeiten ändern alles. Die Kinder finden so zu sich selbst, weil sie nicht dauern von Reizen überflutet werden. Kreativität und Phantasie werden so gefördert.Plastikautos, Puppen, Bausteine – gibt es im Waldkindergarten nicht. Die Kinder spielen mit dem, was die Natur zu bieten hat: Kastanien, Schilfrohre, Zweige, Steine. Ruckzuck wird in der Fantasie ein Ast kurzerhand in einen Kehrbesen, Stampfer, Fadenmäher, Zauberstab… verwandelt. Ein Buchenblatt wird zum Pflaster erklärt, das der „Tierarzt“ seinem „Patienten“ aufklebt.So werden die Kinder ermuntert, selbst zu machen und aus den Naturmaterialien ganz neue und eigene Spielmöglichkeiten zu entwickeln. Sprachentwicklung.Je weniger fertige Spielsachen vorhanden sind, desto mehr sprechen die Kinder miteinander. So sprechen sie z. Bsp. miteinander ab, was sie womit machen wollen und was sie dafür gestalten oder bauen müssen (Piratenschiff, Pferdestall, Doppeldecker, Bus, Lager, Straßen, BieberBau). Das Sprechen ist hier das wichtigste Spielelement.

Im Gegenteil. Krankheiten kommen bei Waldkindern seltener vor. Zum einen haben die Erreger draußen kaum eine Chance, zum anderen kräftigt der lange Aufenthalt an der frischen Luft nachweislich das Immunsystem der Kinder. (HNO-Facharzt Kim Lieschke, 2004)

Kleine Geschäfte können einfach im Freien stattfinden, etwas abseits des Spielbereichs, das große Geschäft wird mit einer Schaufel vergraben, falls wir im Wald unterwegs sind. Manche Kinder erledigen das mit großer Selbstverständlichkeit, andere erlernen es mit der Zeit.

Zwar stimmt es, dass Waldkinder nicht täglich mit einer Schere Bastelübungen machen. Doch Feinmotorik bildet sich auch im Umgang mit Seilen, Schnitzmessern, Sägen, Hämmern, Gartenscheren und bei vielen Basteleien mit kleinen Gegenständen aus der Natur heraus. Nach 2-3 Jahren Selbst-Erprobung mit den Elementen (Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum), Kommunikationsübung mit den Spielpartnern unterschiedlichen Alters wissen die Kinder, zu was sie körperlich in der Lage sind. Mit den vielfältigen Erfahrungen selbst be-griffener Zusammenhänge sind „die Chancen hoch, dass die dem neuen Lebensabschnitt Schule mit Stolz, Zuversicht und Gelassenheit entgegensehen können“ (BEP)… inklusive still sitzen. Daneben arbeiten alle Fachkräfte (sowohl im Haus-, als auch im Waldkindergarten) nach den Richtlinien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Die gesamte Einrichtung steht in engem Kontakt mit der Grundschule Goldbach mit dem Ziel, einen sanften Übergang für die Kinder zu gewährleisten.Was in der Schule zu Mathe, Deutsch, HSU und Religion/Ethik wird, dem begegnet die Waldbande täglich überall. Zahlen, Formen, Mengen, Reime, Anlaute, demokratische Abstimmungen und eben diese enge Abstimmung unter den Kindern während ihrer Spiele, …Im letzten Kindergartenjahr begleiten wir die Kinder ganz besonders beim Übergang zur Schule. Dann ist auch die Zeit gekommen, sich wöchentlich in der Vorschulgruppe zusammenzufinden. Die Kinder arbeiten dann an Projekten. Im Fokus stehen Eigenkreativität und Selbstwirksamkeit sowie Gruppendynamik und Kooperation. Thematisch sind die Interessen und Ideen der Kinder ausschlaggebend. Entwicklungsbereiche wie ein Grundverständnis von Buchstaben und Zahlen, Erfassen von Mengen und Figurengrundwahrnehmung, die Fähigkeit, sich Sachwissen anzueignen bzw. Interesse an Sachthemen haben oder die Fähigkeit, Gehörtes und Gesehenes in eigenen Worten wiederzugeben, sind in die Projektarbeiten eingebettet. Lebenspraktisches mischt sich mit Schwerpunkten aus dem Naturwissenschaftlichen, Mathematischen und Sprachlichen. Zum festen Inhalt gehören zudem die Verkehrsschulung, Fahrten mit dem ÖPNV, ein Theaterbesuch, der Schnuppertag an der Grundschule und Ausflüge nach Interessen der Vorschulkinder.

Melde dein Kind jetzt im Waldkindergarten an!

 

Alle Familien aus Goldbach haben die Möglichkeit, ihr Interesse an einem Betreuungsplatz im Waldkindergarten bereits etwa ein Jahr vor Beginn der Kindergartenzeit (in der Regel um den 2. Geburtstag des Kindes) über Kita-VM unverbindlich mitzuteilen.Vorausgesetzt, es sind noch freie Plätze verfügbar, können auch Kinder aus umliegenden Gemeinden aufgenommen werden. 

Bei einem individuellen Schnuppertreffen lernen wir die Familien persönlich kennen. Zusätzlich bitten wir interessierte Eltern, unseren Anmeldefragebogen auszufüllen. Geschwisterkinder werden in der Regel vorrangig aufgenommen. 

Im Mai, vor Beginn des neuen Kindergartenjahres, versendet der Träger Markt Goldbach die Zusagen postalisch. Diese müssen von den Eltern schriftlich bestätigt und an uns zurückgesendet werden.

Wichtige Infos zur Betreuung

Wir betreuen bis zu 20 Kinder im Alter von etwa drei Jahren bis zum Schuleintritt.

Unser Waldkindergarten ist von Montag bis Freitag zwischen 8:00 Uhr und 14:00 Uhr geöffnet und bietet zwei Buchungsoptionen an:

Bringzeit: 8:00 Uhr bis 8:30 Uhr (Treffpunkt auf dem Waldplatz)

Kernzeit: 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr

Abholzeit:

Option 1: 12:30 Uhr → Abholen am Eingang unseres Waldplatzes

Option 2: 13:30 Uhr bis spätestens 14:00 Uhr → Abholen auf dem Waldplatz feste Schließzeiten

 

Sommerferien (ca. 2 Wochen)

Pfingstferien (1 Woche)

Weihnachtsferien (ca. 2 Wochen) variierende Schließtage

Brückentage (während der Bayerischen Schulferien)

Fortbildungs- u. Konzeptionstage